
Wirkungen sichtbarer Strahlung II
großes Anliegen, immer wieder zu betonen, dass es sich hier um eine Wohnform –
oftmals über Jahre – handelt und nicht nur um einen vorübergehenden Aufenthalt.
Die neueren – und mittlerweile in ihren Ergebnissen äußerst positiv zu bewertenden
– Wohngruppenkonzepte (Hausgemeinschaften), vermitteln in ihrer Tagesstruktur
ein Höchstmaß an Alltagsnormalität. Die Bewohner sind in alle Haushaltstätigkeiten
involviert (Stimulation) und erleben die Gruppe als ihr Zuhause und nicht als „Insti-
tution Heim“. Die Pflege ist dabei in ihrer Dominanz gegenüber dem häuslichen
Umfeld zurückgetreten. Der gezielte Einsatz gestalterischer Mittel – Licht, Farbe und
Material – spielt dabei für die Umsetzung des Konzeptes eine wesentliche Rolle.
Die Gestaltung der Leuchten sollte weniger an einen Krankenhausaufenthalt erin-
nern, denn mehr an eine Wohnsituation, mit der sich die Bewohner auch identifizie-
ren können.
Oftmals erleben wir zwar ein Bemühen um mehr Lichtstärken, aber eine zu starre
und direkte Übertragung von Krankenhaussituationen. Altenpflegeheime sind jedoch
kein „Nebenprodukt“ der Krankenhäuser, sondern erfordern eine eigenständige und
intensive Auseinandersetzung als facettenreiche und herausfordernde Bauaufgabe der
Zukunft.
Dipl.-Ing. Elisabeth Schneider-Grauvogel
KDA im Januar 2008
Literatur
„Das Generationenmodell“ entnommen aus:
Kaiser, Gudrun:
Vom Pflegeheim zur Hausgemeinschaft,
Empfehlungen zur Planung von Pflegeeinrichtungen
Kuratorium Deutsche Altershilfe (Hrsg.),
KDA, Köln 2008 (Architektur + Gerontologie Bd. 5)
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